Laori Juniper No 1 alkoholfrei Gin

Alkoholfreier Gin, der nach Gin schmeckt

Warum Gin so boomt? Nun, weil die Rezeptur einfach scheint: Man nehme geschmacksneutralen Alkohol und Wacholderbeeren. Diverse Botanicals dazu, möglichst exotisch, exklusiv und einzigartig komponiert, fertig ist der ganz authentische Lifestyle-Basic-Drink. Der Geschmack des Alkohols steht dabei nie im Mittelpunkt, die Kombination des Wacholders mit anderen destillierten Botanicals, das macht den individuellen Geschmack. Das geht auch ohne Alkohol. Muss nur ohne die Bezeichnung Gin auskommen.  

Alkoholfreien Gin gibt es nämlich nicht, denn rein rechtlich muss Gin einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 % aufweisen. Also braucht das GINd einen neuen Namen. Behörden und Justiz einigten sich vorab. The Name of the Product is - (Trommelwirbel):  Alkoholfreie Alternative zu Gin. Lassen wir mal so stehen und akzeptieren es. 

Jedenfalls überzeugt das Berliner Start-up Laori Drinks mit ihrem ersten Aufschlag einer »alkoholfreien Alternative zu Gin« Juniper No 01. Die komplexe Geschmacksvariation aus Wacholder, Kardamom, Lavendel und Rosmarin schmeckt nicht nur wie Gin – sie riecht auch noch so wie die der alkoholische Nebenbuhler. On top unterscheidet sich auch noch Juniper No 01 im Aussehen: Opal scheint es aus dem mit Eiswürfel und Tonic gefüllten Glas. We love. 

Good to know: Juniper No 01 hat einen Alkoholgehalt von unter 0,5 %. Geöffnet muss diese innerhalb von 8 Wochen getrunken werden. Keine Sorge, sie wird keine 8 Tage halten, schätzungsweise. 


So weit von uns, jetzt lassen wir mal eine der beiden Gründer zu Wort kommen: 

Interview mit Stella Strüfing, Geschäftsführerin bei Laori Drinks


Wie kamt ihr auf die Idee, eine alkoholfreie Alternative zu Gin zu entwickeln?

Auf die Idee kamen wir tatsächlich in einer Bar. Das Angebot an Alkoholfreiem beschränkte sich auf handelsüblichen Limonaden und zusammen gemixte Säfte. Hatten wir keine Lust darauf und sahen Handlungsbedarf.  


Welchen Hintergrund habt ihr?

Ich komme eigentlich vom Kochen. Da habe ich Schmecken gelernt. Ich experimentierte dann mit Destillation zuerst im kleinen Rahmen in meiner Küche. Und das war vielversprechend. Als ich dann Christian auf einer Messe kennenlernte, er ist Lebensmitteltechnologe, da wurde die Richtung klar. Er wusste, wie das Ganze im großen Stil umzusetzen war. Unser erstes gemeinsames Produkt war dann der Laori Juniper No. 1.


Wie funktioniert die Herstellung?

Das Verfahren stammt aus der französischen Parfümproduktion. Die einzelnen Zutaten werden einzeln destilliert. Dabei arbeiten wir mit 3 Destillerien in 3 Ländern zusammen. Die liefern uns die Grundzutaten und wir fügen die dann nach unserem ganz geheimen Rezept zusammen. Bisher eher noch im kleinen Stil, kleine Batches, so 7000 Flaschen pro Monat.

Welche Zutaten werden destilliert?

Nun, so die ganz klassischen Gin Botanicals. Klar, Wacholder. Dann Kardamom, Angelikawurz, Koriandersamen, Rosmarin, Lavendel und Bergamotte. Sieben Zutaten insgesamt. Typisch Gin halt...


Was ist das Konzept dahinter? Habt ihr weitere Produkte geplant?

Im Prinzip und theoretisch ist die Methode auf fast alle alkoholischen Vorbilder übertragbar. Da geht also noch was. Christian entwickelt im Moment eine Rum-Alternative. Wir sind gespannt.


Wer jetzt Lust auf Rum bekommen hat, wir haben bereits überzeugende alkoholfreie Rum-Alternativen im Sortiment. 

Schlagwörter: Trinkkultur