Alkoholfreie Alternativen zu Wodka

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Alkoholfreie Alternativen zu Wodka


Hinter der Bezeichnung Wodka kann sich vieles verbergen. Bis 1800 ein Getreidedestillat aus Weizen oder Gerste. Dann im Zuge der Industrialisierung als Kartoffelschnaps ein Massenprodukt. Auf dem Lande in Deutschlands Norden und Osten war der Fusel aus den gutshofeigenen Brennereien der junkerschen Landgroßbesitzer ein beträchtlicher Anteil des ausgegebenen Arbeitslohnes, geldwerter Vorteil auf neufinanzdeutsch. Das hatte zumindest den Vorteil, daß man keinen Schnaps mehr kaufen musste. 

Und auch in den Städten war die ländliche Schnaps Überproduktion ein billiges Betäubungsmittel für das geschundene Proletariat. Heute ist Wodka ein geschmacksneutrales Lifestylegetränk bevorzugt in Mixgetränken platziert, für Leute die dem Geschmack von Alkohol abgeneigt sind aber den gepflegten Rausch durchaus etwas abgewinnen können. 

Seit 1981 eröffneten sich den Wodkabrennern und ihren Kunden dann völlig neue Geschmackswelten. Um dem faden Langweiler auf die Sprünge zu helfen und einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen, wurde laut deutscher Aromenverordnung das Würzen von Wodka mit Gräsern und Obst erlaubt. Der ehemalige Puristentrunk war somit zum Lifestylegetränk avanciert.

Doch warum sollte das nicht ohne Alkohol funktionieren, ohne den Schwindel, der sich nach einigen heiteren Runden einstellt ?

Wodka in alkoholfrei gilt bei den neuen Trendsettern und Produktentwicklern als besonders schwierige Übung. Weil Wodka ja eigentlich nach nichts schmeckt. Im Grunde genommen ist da ist also nix zu imitieren. Dennoch, die Herausforderung wird angenommen. Die Mimics tasten sich mit Pfeffer, Gurke und dezentem Menthol geschmacklich an das Original heran. Und Hoffnung machen die Flavored Vodkas. Je mehr Geschmack als Vorgabe, desto besser können sich die alternativen Surrogate profilieren. Gemäß dem russischen Trinkspruch „Nu schto? Dawajte!” („Gut? Dann lasst uns das hinter uns bringen!”) „Pojechali“ („Auf geht’s!“)