Peter Kowalsky mit gemustertem Hemd

Von der Bionade zu INJU: Visionär Peter Kowalsky zu den Getränken von Morgen

Peter Kowalsky, falls euch das nichts sagt: Bionade-Peter. Er ist der Bionade-Gründer, Unternehmer, Stehaufmännchen, Visionär und INJU Gründer. INJU kommt von »in you« und beschreibt Getränke, welche uns von innen mit Energie, in Form von wichtigen Nährstoffen, versorgen. In einem inspirierenden Interview mit Peter durften wir mehr über die Idee, den Weg und die Vision erfahren.

 

Dein Background in ein paar Sätzen?

Von Beruf bin ich Braumeister und Lebensmitteltechnologe, ursprünglich aus Bayern - Oberfranken. Viel Natur und wenig Menschen, also das Gegenteil von Berlin. Daheim hatten wir eine kleine Brauerei, wodurch die Idee der Bionade entstanden ist. Ich wurde vom Braumeister zum Bioexperten. Bionade war ein Familienbetrieb. Es war uns wichtig, das Unternehmen so zu gestalten, dass es einen positiven Effekt auf die Umwelt und die Gesellschaft hat. Wir haben uns bei Bionade stark auf den ökologischen Aspekt konzentriert und versucht, uns anders als Coca Cola & Co. zu verhalten.

Aus verschiedenen Gründen mussten wir unsere Anteile an Bionade verkaufen. Durch den Verkauf  hatten wir vor 9 Jahren zum ersten Mal die Situation, dass wir als Familie nicht zusammen arbeiten mussten. Also haben wir uns dazu entschieden, dass jeder mal sein eigenes Ding macht. Nach Berlin hat mich die Liebe vor 7 Jahren geführt.

 

Wie kam dir die Idee zu INJU?

Bei Bionade hatten wir die Problematik, dass wir durch schnelles Wachstum und Erfolg viele Investitionen tätigen mussten. Durch Darlehen und Kredite brachte uns dies in totale Abhängigkeit von Investoren. Das Interesse der Investoren bestand in einer möglichst hohen Rendite, ein kurzfristiges Interesse. Dies stand im Gegensatz zu unserer Herangehensweise und führte zu vielen Auseinandersetzungen. Dadurch habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Herr der Lage zu bleiben.

Das funktioniert nur, wenn du eigene Kraft hast. Ist dies nicht der Fall, wirst du zum Spielball, dir ist eigentlich alles egal und du bist nicht mehr in der Lage, zu äußern, was du willst, sondern akzeptierst alles. Das ist der große Unterschied zwischen Scheitern und einen Fehler machen. In der Natur passieren ständig Fehler, aber alle Lebewesen haben noch genug Kraft, um aus eigener Initiative heraus, etwas zu verändern. Wenn man keine eigene Kraft mehr hat, bricht man zusammen und das ist Scheitern. 

Ich habe mir die Frage gestellt, welchen Ausgleich wir heute in einer immer irrer werdenden Zeit brauchen. Die Leute sind erschöpft, verängstigt, sind gestresst und haben Sorgen. Es ist eigentlich alles zu viel, was passiert. INJU ist eine Antwort, wie man die äußeren Faktoren aushält und trotzdem bei sich bleiben kann. INJU ist eine Antwort, wie sich Menschen mit Energie versorgen können. 

Die Produkte verändern nicht direkt die ganze Welt, aber es bringt dich in einen Zustand, in dem du selbst entscheiden kannst, was du machen willst, da du ausgeglichener, ruhiger bist und deine eigene Kraft spürst. Es lässt dich auch irgendwie mehr strahlen. Wenn man verliebt ist oder etwas Tolles passiert ist, dann sieht man das den Menschen meist an. Das hat viel mit innerer Stärke zu tun. 

 

INJU in einem Satz?

INJU hilft dir, deinen eigenen Weg zu gehen. 

 

Die Art der INJU Getränke ist etwas ganz Neues. Warum brauchen wir gerade jetzt INJU?

Ähnlich wie bei Bionade ist der Erfolg von äußeren Einflüssen geprägt. INJU wird gerade durch die Corona-Krise attraktiver. Es ist eine Zeit, in der die Menschen zu sich kommen und wissen wie wichtig es ist, gesund zu sein. Es wird zum üblichen Bewusstsein und nichts was sich Ultra-Reiche leisten können, weil sie sonst keine Probleme mehr haben. INJU trägt dazu bei, dass die Menschen gesund bleiben. 

 

Glaubst du diese Art von Getränken wird es bald noch mehr geben?

Davon bin ich überzeugt. Funktionale Lebensmittel gibt es schon sehr lange, beispielsweise Kombucha, Kwas und Kefir.

Ich glaube, dass diese funktionalen Lebensmittel wieder mehr kommen, weil sie eine Erleichterung für uns sind, ein Defizit auszugleichen. Corona hat bei einigen zu Existenzangst geführt. In Zukunft kommt noch viel auf uns zu, wie beispielsweise die Digitalisierung. Das wird oft als Bedrohung angesehen. Die Leute müssen sich verändern und dafür brauchen Menschen eigene Antriebskraft. Sich weiterzuentwickeln und seinen eigenen, individuellen Weg zu finden, benötigt enorme Kraft und Motivation.

 

Für wen ist INJU gedacht?

Der Körper zieht sich aus INJU das, was richtig für ihn ist. Dadurch hilft es grundsätzlich jedem. INJU spricht speziell Menschen an, die aus persönlicher Erfahrung wissen, dass es besser geht, wenn es ihnen gut geht. Wenn es jemandem gut geht, wird er/sie bessere Arbeit leisten, besonders Menschen, die intuitiv oder kreativ arbeiten. 

Wir machen INJU nun schon fast fünf Jahre und vor fünf Jahren hat alles total esoterisch geklungen. Wenn man damals gesagt hat: »Das bringt dich in deine eigene Kraft«»Es aktiviert deine Selbstheilungskräfte«»Du wirst achtsamer«, haben die Leute gedacht: »Der Peter hat zu viel Geld gekriegt und ein indisches Leben geführt.« Heute haben diese Begriffe Einzug in unseren Wortschatz gehalten. Achtsamkeit hat eine andere Bedeutung als vor fünf Jahren. 

 

Die INJU Rezepturen und das Verfahren hast du mit zwei Pharmazeuten selbst entwickelt. Wie war der Schaffensprozess?

Peter Kowalsky im Labor

Was mich als Braumeister fasziniert ist, dass wir mit Naturstoffen arbeiten. Bei INJU haben wir durch Hilfe von sehr altem Pflanzenwissen und dem, was man heute weiß, ein neues Produktkonzept kreiert. Ich persönlich finde es gut, Tradition bei Innovationen mitzunehmen. Die Entwicklung war ein echtes Abenteuer. Ein Pharmazeut erstellt etwas für eine Person, die krank ist. Die Pharmazeuten haben zunächst eine Rezeptur entwickelt, die dazu gedacht war, jemanden schnellstmöglich wieder gesund zu machen und somit eine totale Granate erstellt. Als Lebensmittelhersteller darf man nur Produkte herstellen, die gesund halten und nicht etwas, das Krankheiten lindert. 

Die Pharmazeuten hatten also ihre eigene Apotheke und haben reingehauen, was sie wollten. Ich habe es drei Freundinnen zum Testen gegeben und alle wollten mehr davon. Die eine hat gesagt, sie schlafe viel besser. Die andere hat gesagt, sie sei viel länger wach, sowie aufmerksam und die dritte sagte, sie könne sich besser bewegen. 

Das war schräg: Ein Produkt und drei verschieden Aussagen. Es hat mich fasziniert, dass ein Produkt so wirkt, wie es individuell notwendig ist. Wir haben viele Dinge in unserer Gesellschaft, bei denen wir merken, dass dieses Einheitliche unpassend ist, weil es im Grunde auf das Individuum ankommt. Ein Beispiel ist das Schulsystem. Dass etwas individuell wirkt, fand ich klasse. Durch Bionade habe ich gelernt, einfach so lange durchzuhalten bis die Leute das verstehen. Also mussten wir aus einem pharmazeutischen Produkt ein Lebensmittel machen. 

Die Pharmazeuten haben dafür auf der ganzen Welt geschaut, was die Leute seit Jahrtausenden nehmen, um nicht krank zu werden. Das sind keine gezielten Superwirkstoffe. Man weiß beim Ingwer gar nicht genau, warum er gut tut, aber dass er gut tut. 

Im Grunde kann man mit der Intelligenz der Pflanzen die Intelligenz des Körpers anschalten. Der Körper weiß viel eher als der Verstand, was wichtig ist. Wir sollten also viel öfter auf den Körper hören. Wenn wir mal auf unseren Körper hören, gilt das oft direkt als esoterisch. Wir machen eigentlich nicht mehr, was gut für uns ist, sondern Dinge, von denen wir glauben, dass sie gut für uns sind. Wir haben alle verlernt, auf unseren Körper zu hören, da es für unser Wirtschaftsprinzip uninteressant ist, wenn jeder einfach macht, was er will. 

Mit INJU haben wir versucht, eine Alternative für einen anderen Weg anzubieten, wenn uns die Energydrinks, der Stress und der Zucker krank machen.

 

INJU soll die Zellen unseres Körpers versorgen. Inwiefern funktioniert die Aufnahme durch die Zellen besser als bei Präparaten?

Tabletten haben den Vorteil, dass sie billiger, leichter herzustellen sind und länger haltbar sind. Der große Nachteil ist jedoch, dass sie so lange im Magen herumliegen, bis es zu einem Zustand kommt, in dem der Körper merkt, dass die Wirkstoffe so ausreichend aufgelöst sind. Eine Flüssigkeit dagegen kann direkt aufgenommen werden. Es ist also die bestmögliche Form, Nährstoffe aufzunehmen. 

Die Pharmazeuten haben eine Rezeptur entwickelt, die ermöglicht, dass wasserunlösliche Stoffe sehr schnell aufgenommen werden. INJU hat also nicht nur alles, bei dem man weiß, dass es nachhaltig wirkt, sondern die Stoffe sind auch so enthalten, dass sie sehr schnell vom Körper aufgenommen werden. Es ist ein intelligentes Produktkonzept. 

Die Qualität unserer Lebensmittel ist so schlecht geworden, dass man sich als Nicht-Experte gar nicht optimal ernähren kann. Das ist auch ein Grund, warum wir nicht mehr in unserer Kraft sind. Die Böden sind ausgelaugt, es ist alles vorgekocht, konserviert, eingefroren. 

All das sind Aspekte, die wir bei der INJU Rezeptur berücksichtigt haben: Wir haben also die bestmögliche Qualität in der bestmöglichen Aufnahmeform. INJU ist im Grunde intelligente flüssige Nahrung. Es soll nicht das neue Red Bull sein, also nicht dazu führen, dass man noch mehr leisten kann als wir sollten. Es soll dich in einen Zustand bringen, in welchem selbstbestimmtes Handeln möglich ist. 

Wenn man also mal zu wenig Energie hat, soll INJU dich in die Lage bringen, etwas zu verändern. INJU unterstützt von innen. Das bezeichnen wir als den »Weg zu meiner Energie«.

Außerdem kann INJU vorbeugend eingesetzt werden: Ein Sportler weiß, dass er sich vor einer großen Leistung gut versorgen muss, damit es ihm danach nicht schlecht geht. Wenn man weiß, dass eine Anstrengung ansteht, ist INJU auch geeignet, also »die Energie für meinen Weg«.


INJU ist nicht nur für den Körper gut, sondern auch für die Umwelt. Flash ist bereits klima- und wasserneutral - von solchen Produkten finden wir noch nicht viele auf dem Markt. Was genau bedeutet das und warum ist es so wichtig? 

Peter Kowalsky mit schwarzem Tshirt und dem Getränk Flash in der Hand

Flash ist erstmal das beste Erfrischungsgetränk des ganzen Universums. Der erste Step ist zu verstehen, wie viel Schaden ein Produkt überhaupt verursacht. Es gibt fast kein Unternehmen, das wirklich weiß, wie viel Schaden sie verursachen. Da kommt der Verantwortungsaspekt für uns ins Spiel. Wir sind uns nicht nur bewusst, was wir tun, sondern kompensieren das darüber hinaus komplett. 

Die Auswirkungen auf das Klima kompensieren wir mit einem Moor. Ein Freund von mir hat ein Unternehmen, Klimapatenschaft. Wir machen eine Moorneugründung, denn Moore können CO2 binden, weil sie alte Pflanzen und Fossilstoffe binden und nicht in die Natur lassen. Wasserneutral haben wir lustigerweise bei Bionade erfunden. Da sind irgendwann zwei Förster auf mich zugekommen und haben gesagt, dass sie einen wissenschaftlich bewiesenen Weg gefunden haben, wie man mehr Wasser auf der Erde halten kann als verdunstet. Das passiert, indem man auf Freiflächen oder Nadelwäldern Laubbäume pflanzt. Laubbäume verlieren im Winter die Blätter und im Gegensatz zu einem Nadelwald, wo der Schnee oft auf den Tannen liegen bleibt und verdunstet, erreicht der Niederschlag den Boden. Die Laubblätter bilden eine Art Hummusschicht auf dem Boden. Diese Hummusschicht kann das Wasser länger halten als nur Nadelbäume oder Ackerland. So kann das Wasser gehalten werden und es hilft bei der Biodiversität. 

In einer Nadelwald-Monokultur wächst nichts am Boden - es ist also tot, weil der Boden zu sauer ist und zu wenig Platz lässt, dass kleine andere Pflanzen sich entwickeln können. So kommen auch keine Insekten und Tiere mehr. Es entwickelt sich ein ökologisches Ungleichgewicht, welches man durch Laubbäume ausgleichen kann. Wir haben mit den Förstern ausgerechnet, dass man etwa 10 Liter/qm pro Jahr jedes Jahr mehr im Boden halten kann. Also 1 qm Laubwald kann 10 Liter kompensieren und dementsprechend kann ich für den Wasserverbrauch bei der Produktherstellung kompensieren. Das haben wir bei Bionade auf die Spitze getrieben. Da haben wir überall Bäume gepflanzt, fast 100 Hektar insgesamt. Wir haben das damals mit Schulklassen und Förstern gemacht, es wurde in den Unterricht integriert, damit die Kinder Ökologie besser verstehen. Ich wusste also bereits, wie Wasserneutralität funktioniert.

So haber wir jetzt die erste klima-und wasserneutrale Limonade, die es gibt. Flash ist eine Alternative für Studenten, für Leute, die kein Koffein trinken möchten, die aber trotzdem müde sind. Wir glauben, dass es ein fortschrittliches Getränk ist und das wichtigste ist, dass es schmeckt. 

 

Kann man Flash als alkoholfreien Drink kombinieren?

Flash kann man beispielsweise als Alternative zu Sekt anbieten. Besonders beliebt ist die Kombination Flash Gordon. Sprich Gordons Dry Gin und als Mixer Flash. Mir ist jetzt schon öfter zu Ohren gekommen, dass unsere Kunden Flash mit einem alkoholfreien Gin trinken. Genial! Darüber hinaus lässt sich Flash auch mit Sanbittèr toll trinken, ein toller Sommercocktail! 


Nachhaltigkeit ist dir schon lange sehr wichtig. Du hast die Sustainability Business Angels gegründet. Hier unterstützt du mit Experten aufstrebende Start-ups im Thema Nachhaltigkeit. Was ist die aktuelle Tendenz? 

Die meisten Start-ups sind eine Katastrophe, weil jeder nur im Kopf hat, nach fünf Jahren Millionär zu sein und alles andere ist scheißegal. Startups sind das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Man bekommt für einige Ideen riesige Gelder. Ich bin ja selbst jemand, der schon viele Sachen gegründet hat, aber nicht, um sie nach ein paar Jahren maximal gewinnbringend zu verkaufen, sondern um sie so lange zu machen, wie es überhaupt nur geht. 

Ich glaube die meisten Menschen haben noch nicht begriffen, dass ihr eigenes Handeln auch Verantwortung erfordert. Die meisten Startups interessiert es nicht, ob es nachhaltig ist, was sie machen. Deswegen finde ich die Art und Weise wie Unternehmen gefördert werden, auch schwierig. Für Investoren geht es meist nur darum, die Anteile irgendwann möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Sosteht der Profit über allem. Das verändert im Grunde den Unternehmenszweck. 

 

»Weil Menschen, die genug Energie haben, um sich wirklich auf sich selbst und die Welt einzulassen, schon bessere Wege finden werden. Oder erfinden.« - dieser Spruch findet sich auf euer INJU Seite. Was ist deine Vision für die nächsten Jahre?

Die Veränderungsbereitschaft fängt damit an, dass Leute sagen »Was können wir heute tun, das uns richtig Spaß macht und uns nach vorne bringt?«

Unsere Vision ist, dass INJU für den Lifestyle eines selbstbestimmten Lebens steht.  INJU soll ein Synonym dafür werden, dass man selbstbestimmt sein Leben führen kann. Wenn man irgendwo ein Flash bestellt, kann man damit auch ein Statement setzen: »Ich gehe meinen eigenen Weg.« Wir wollen als Unternehmen so groß werden, dass wir wirken können. Man braucht eine gewisse Größe, um in der Gesellschaft überhaupt beachtet zu werden. In der Natur wachsen Dinge und sie wachsen so, dass sie sich in ihrer größten Schönheit anderen zeigen können. Ein Baum wächst so, dass er zeigen kann »Hier bin ich, schaut mal her!« Er wächst aber nur so weit, wie er die anderen nicht einschränkt. Ich nenne das Harmonie. In der Natur gibt es eine Art Grundharmonie. Ein Baum wird nur so groß, dass er anderen nicht die Sonne nimmt, aber auch so groß, dass er eine Art Zuflucht bietet. 

Diese Harmonie würde ich gerne als Gefühl in unsere Gesellschaft bringen. Dass man spürt: Bis zu der Grenze kann ich gehen, aber darüber hinaus schade ich anderen Menschen/der Natur/der Gesellschaft. Das verstehen wir unter einer neuen Art zu leben. Man darf so egoistisch sein, dass man sagen kann

»So bin ich. Ich zeige mich in meiner Größe und Schönheit.«, aber ich weiß, was um mich herum passiert und schade anderen nicht. Weg vom Egoistischen kommen und merken, dass wir andere Menschen zum Glücklichsein brauchen. Besonders während Corona merken wir, wie viel Energie uns das Zwischenmenschliche gibt.

Wir hoffen, dass wir dafür stehen können, dass solche Werte normal sind. Mit INJU möchten wir vorausgehen und sagen »Das ist ein neuer Standard.« Dass man sich als Unternehmen verantwortungsbewusst verhält und Produkte anbietet, die die Gesellschaft nach vorne bringen. Wenn ich ein Produkt anbiete, was die Gesellschaft nicht nach vorne bringt, muss ich mir dessen bewusst sein und dafür kompensieren. 

 

Wie steht's mit alkoholfrei im Jahr 2030?

Alkoholfrei wird ganz selbstverständlich und keine Ausnahme mehr sein. Zum einen aufgrund des Konsumverhaltens von jungen Menschen, die auch über längere Zeit bereits ganz selbstverständlich keinen Alkohol trinken und zum anderen wegen den ganzen tollen Getränke-Kreationen auf Kräuterbasis, etc. die es jetzt schon gibt. Und das ist ja erst der Anfang. Es wird bei Alkoholfrei aus meiner Sicht sehr stark um Genuss gehen. 


Ein letztes Schlusswort deinerseits?

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. 

Innovation entsteht, indem man irgendwo hingeht und merkt: »Oh damit hab ich jetzt nicht gerechnet, was mache ich denn jetzt?« Diese Bereitschaft, sich irgendwo hin zu wagen und nicht zu wissen, wo man rauskommt, bringt uns erst in Bereiche, in denen es Neues zu entdecken gibt. 

Der Spruch bedeutet also: Wenn du irgendwo bist und du denkst »Was ist hier denn jetzt los?«, kommt etwas ganz Neues und das ist oft viel besser und schöner als das Alte. Wir haben verlernt, überhaupt zu akzeptieren, dass das möglich ist. Deshalb passiert auch nichts Neues, weil wir immer nur so weit denken, wie unser Verstand das bereits weiß und darüber hinaus gibt es nichts. So kann man nichts verändern. 

Wir müssen uns den Veränderungen stellen und dafür flexibel sein, sodass wir diese Veränderungen aushalten, akzeptieren und schön finden. 

Es ist an der Zeit, dass wir versuchen, das Leben anders zu sehen

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