Aperol, Campari & Co.

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      Aperitivos kommen in vielen Farben und Formen. Die wohl bekanntesten Vertreter sind Campari und Aperol. Die Idee: ein Getränk, das vor dem Essen gereicht wird, um den Appetit anzuregen und die Wartezeit zur Mahlzeit zu überbrücken. Kein Wunder, dass Hersteller wie Undone und Lyre’s sich gleich zu Beginn auf die Produktion gleichwertiger alkoholfreier Alternativen der italienischen Orangenliköre geschmissen haben. Und die können sich sehen lassen!

      Aperitivos sind unglaublich vielfältig - das kann man nicht pauschal beantworten. Die originale Campari-Rezeptur soll beispielsweise über 80 Zutaten umfassen – natürlich geheim. Zu den bekannten Zutaten zählen Chinin und Bitterkräuter, Ginseng, Rhabarber, Granatapfel Gewürze, Zitrusöl und Orangenschalen. Eine der ungewöhnlichsten ist Kaskarillarinde. Noch ungewöhnlicher: Das Rezept hat sich stetig über die Jahrzehnte und je nach Absatzmarkt mehrfach verändert. Die wohl offensichtlichste Veränderung: im Jahre 2006 flog die für die karminrote Färbung zuständige Schildlaus Cochenille komplett aus der Zubereitung und wurde durch künstliche Farbstoffe ersetzt. Groß der Aufschrei, traditionelle Trinker prophezeiten den Untergang der Alkoholkultur, wie wir sie kannten. Was man damals ignorierte: Campari wurde dadurch vegan. Und gerne wurde übersehen, dass die Geschichte des Campari stets eine Geschichte des Wandels war, insbesondere, was den Alkoholgehalt anging. Kam das Originalrezept von Gaspare Campari um 1892 noch mit 40 % Alkohol daher, waren es 1911 in den USA nur noch 31 % - noch vor der Prohibition.

      Neben dem quietschroten Campari gibt es zahlreiche dunkle Bitters, gewürzt mit Kräuter- und Wurzelextrakten der traditionellen Heilkunde, wie Enzian, Pimpernelle, Bitterklee, Anis, Zimt, Pomeranze, Süßholz und vielen mehr. Das komplette Brimborium stand stets im Dienste der Volksgesundheit. Laut Volksweisheit räumen Bitters den Magen auf und verheißen rasche Linderung bei allen möglichen Wehweh- und Kinkerlitzchen. Weshalb sie sogar während der Prohibition als Apothekerware, also gegen Rezept aber vollkommen legal, über den Tresen gereicht wurden. Gleichzeitig begann schon in 1920er Jahren verbotsbedingt die Suche nach alkohol- und rezeptfreien Alternativen.

      Historical ist auch, dass der Alkoholgehalt jetzt bei unter 0,5 % liegen kann. Gerade im Bereich Campari und Aperol ist der alkoholfreie Markt sehr weit - womöglich auch, weil die Herstellung der Alternativen fast genauso abläuft wie beim Original. Simpel und effektiv. Alle Zutaten werden in destilliertes Wasser gegeben und weichen darin über mehrere Tage auf. Beim alkoholhaltigen Original wird bei diesem Schritt Ethanol hinzugegeben - bei der alkoholfreien Produktion lässt man ihn einfach weg. In mehreren Reifungs- und Filtrierungsstufen werden die Aromen der Pflanzenteile an die Flüssigkeit abgegeben und ergeben gestreckt mit Wasser und Sirup - tadaaa - einen Italian Aperitivo. Als Konservierungsmittel nutzen viele alkoholfreie Alternativen Stoffgemische wie Kaliumsorbat oder Schwefeldioxid, sodass in der Regel eine Haltbarkeit von etwa 8 - 12 Wochen garantiert werden kann.

      Ob Aperol Spritz, Negroni oder Americano. Oooder deine ganz eigene Kreation. Heute ist alles möglich - auch ohne Umdrehungen. Und das beste daran: alles, was Du dazu brauchst, findest Du bei uns! You’re very welcome, cheers!